Suche bindungsorientierten Kindergarten

Unser Sohn, Mailo wird jetzt im Februar 3 Jahre und ich suche einen bindungsorientierten Kindergarten!

Warum? Das möchte ich Dir mit meiner Geschichte erzählen.

Wie alles begann…

Meine Eltern haben sich sehr früh scheiden lassen und so musste meine alleinerziehende Mutter 3 Jobs fast zeitgleich arbeiten und ich mit 3 Jahren im Kindergarten übernachten.

Bewusst kann ich mich nicht mehr viel an diese Zeit erinnern, jedoch kann ich mich erinnern, wie ich zum Essen gezwungen wurde, wie mir vorgeschrieben wurde, wann ich müde bin und zu schlafen habe. Oder wie mir der rote Stift weggenommen worden ist, weil ich die Sonne rot!!! malen wollte. Und wie ich von der Gruppe ausgeschlossen worden bin, weil ich meiner Kindergartenfreundin Erni, ihre Lieblingspuppe weggenommen habe, die mich kurz zuvor in der Garderobe an den Haaren gezogen hat.

Die Privatschule nach dem Kindergarten war eine Klosterschule. Vieles habe ich verdrängt um nicht an die Demütigungen erinnert zu werden, die ich dort und am Internat erfahren musste.

In der Hauptschule wechselte ich von der Stadtschule auf eine Landschule und war von Beginn an „die von der Stadt“.

Schon bald verschwand das verträumte Kind und ich wurde zum rebellischen Teenager. Es war nicht leicht und ich erinnere mich, ich hatte ständig das Gefühl kämpfen zu müssen!

Ein Kampf gegen Windmühlen.

Irgendwann ist Schluss

An meinem 20. Geburtstag brachte mich meine Mutter spätnachts mit starken Bauchkrämpfen ins Krankenhaus. Nach stundenlangen Untersuchungen, kam am Vormittag eine junge Ärztin in mein Krankenzimmer, schaute sich meine Befunde an und teilte mir emotionslos mit, dass ich keine Kinder bekommen könnte!

Wie viele andere junge Mädchen hab ich auch geträumt, dass ich Mama werde und eine Schar Kinder um mich herum haben werde.

Nach den ersten Tränen und Schock, dachte ich mir aber: „Schauen wir mal….“

Ich hatte keinen Freund und generell noch mehr Ambitionen die Welt zu bereisen, als Mutter zu werden.

Und so vergingen wieder einige Jahre, bis ich 2008 mit der Liebe meines Lebens zusammen gezogen bin. Der Zeitpunkt war gekommen und wir waren bereit Mama & Papa zu werden. Nach 2 Jahren leidenschaftlichen aber unbefruchteten Sex haben wir beschlossen, dass wir nicht so leicht aufgeben und in eine Babywunschklink gehen.

Unendlich viele Tränen, 3 künstliche Befruchtungsversuche und mit einigen weniger Freunden zu Seite, hatte ich die Schnauze voll. Ich wollte nicht mehr. Sollte die junge Ärztin von damals Recht behalten!?

Träume können Wirklichkeit werden

Nach einer 6 monatigen Erholung hat mich unser Arzt aus der Babywunschklinik angerufen und zu mir gesagt: „Frau Schulter, geben Sie nicht auf! Unsere Welt braucht Kinder von Müttern wie Sie. Ich habe noch einmal mit meinem Team gesprochen und wir probieren noch einmal. Rufen Sie bitte in der Klinik an und wir machen uns einen Termin aus.“

Egal, ob er dies aus einem Verkaufsgespräch heraus gesagt hat oder mir Mut machen wollte, dieser wunderbare Satz > Unsere Welt braucht Kinder von Müttern wie Sie < hat in mir eine Vision entfacht, die ich heute an Eltern und ihre Kinder weitergebe. (mehr zu meiner Vision findest Du auf www.vivienschulter.com)

Im Mai 2013 hatte ich dann meinen ersten positiven Schwangerschaftstest in der Hand. Ich werde diesen Moment niemals vergessen. Ich habe gezittert vor Aufregung, geweint vor Freude und gelacht vor Glück! Über Jahre habe ich es ganz leise geträumt und mehr als 4 Jahre hart dafür gekämpft.

Wie sich alles veränderte…

Im Februar 2014 hat unser Wunderwunschkind, Mailo das Licht der Welt erblickt. Mit der Geburt hat sich unser gesamtes Weltbild verändert und somit auch unsere Prioritäten. Ich wollte wie so viele Eltern alles perfekt machen!

Ich habe Bücher über Babies, Kleinkinder und Erziehung gelesen, bis ich auf das Buch von Jesper Juul – Mein kompetentes Kind – gestoßen bin und es wahrlich aufgesaugt habe. Ich wollte es immer wieder lesen, weil ich ganz langsam angefangen habe zu verstehen, warum ICH keinen Selbstwert, kein Selbstvertrauen geschweige den Selbstbewusstsein hatte.

Und so begann meine Reise zu Bindungs- und Beziehungsorientiert bis hin zur Unerzogenen Haltung.

„Ich liebe es, wenn mein Sohn bestimmt NEIN sagt (ob zu mir oder jemand anderen) – mein Herz geht auf, wenn er mir seine Gefühle (auch durch einen Wutausbruch) zeigen kann – jeden Abend freue ich mich, wenn er meine Hand nimmt um mit mir gemeinsam ins Familienbett zu krabbeln – es erstaunt mich immer wieder, wie gut er seinen Körper und seine Grenzen kennt (wenn auch nicht immer die Gefahr dahinter) – und ich bin begeistert, wenn ich beim spielen in seine Phantasiewelt eintauchen darf!“

Meine Suche

Und genau hier fängt für mich die Suche nach einem Bindungsorientierten Kindergarten an.

Denn ich habe mich vor einem Jahr als Kinder- und Familientrainerin selbstständig gemacht um meinem Sohn vorzuleben, dass zu tun, wofür das Herz brennt. Mein Ehemann hat mich in allem unterstützt und sich ein Auszeitjahr mit unserem Sohn und mir gegönnt. Uns hätte nichts besseres passieren können!

Aber jetzt fängt mein Mann wieder in seinem Job an und ich möchte meine Businesszeit nicht missen. Ich will für mich Zeit zum weiter wachsen und eine Möglichkeit für meinen Sohn auch außerhalb des Familien- und derzeitigen Freundeskreises Erfahrungen zu sammeln.

Lange habe ich mir überlegt, was ich mir für einen Kindergarten wünsche und bin durch meine Lieblings-Facebook-Gruppe von unerzogenen Mama´s inspiriert worden.

Was ich mir von einem bindungsorientierten Kindergarten wünsche?

Unbeschränkte Eingewöhnungszeit 

Ich wünsche mir, dass auch ich als Mama oder Papa bei der Eingewöhnung offen empfangen werde! Mein Sohn vertraut mir und den Menschen denen ich vertraue. Eine so radikale Veränderung im Leben eines Kleinkindes braucht bei vielen Kindern mehr als 2-3 Wochen Zeit. Bisher ist unsere Familie (Papa, Oma, Opa, enge Freunde) seine Basis. In meiner Vorstellung werde ich als Elternteil in die Gruppe eingebunden und helfe mit – egal, ob ich die Teeküche putzen soll oder den Kindern eine Geschichte vorlese, wenn mein Sohn spürt, dass ich mich wohl fühle, wird auch er sich wohlfühlen.

Beziehungsorientierter Umgang

Ich wünsche mir, dass mein Sohn gesehen wird – mit all seinen Gefühlen und Emotionen. Kleinkinder erfahren in diesem Alter allerhand Auf & Ab´s – diese gehören begleitet und nicht bestraft. Der Einsatz von Macht, Kontrolle, Strafen und Konsequenzen ist für mich und mein Kind KEIN Thema und darüber möchte ich auch nicht diskutieren.

Es ist mir klar, dass das in einem Kindergarten nicht das einfachste ist, aber ich bin überzeugt, wenn von Beginn an eine Demokratie herrscht, wo auch die Kinderstimmen gehört werden, die „Kindergartenregeln“ gemeinsam aufgestellt werden und ein beziehungsorientierter Umgang mit Kinder, Eltern und Kinderbegleitern stattfindet, sich immer Wege finden werden.

Ausreichend ehrliches und beziehungsorientiertes Personal

Ausbildungen oder fachliche Kompetenzen sind mir persönlich erst an zweiter oder dritter Stelle wichtig. Viel wichtiger ist ein, wertschätzender Austausch auf Augenhöhe für meinen Sohn und mich. Es sollte ausreichend Personal vor Ort sein, dass nicht nur aus Pädagogen besteht. Mir würde ein guter Mix aus bindungsorientierten Menschen gefallen (zum Beispiel auch Heilerziehungspfleger oder Waldpädagogen).

Regelmäßige Fortbildungen zum Thema Bedürfnisorientierung würden mir Sicherheit geben.

Natürliches Spielen

Ich wünsche mir, dass sich die Kinder beschäftigen können mit was und wo sie wollen. Es wäre toll wenn unterschiedliche Angebote zur Verfügung stehen (Malort, Naturspielräume, Toberaum, Rückzugsraum) würden, jedoch ohne Zwang! Die Aktivitäten sollten gemeinsam mit den Kindern bestimmt werden und trotzdem für jeden einzelnen freiwillig sein.

Gemeinsames Spielen soll ein Angebot sein und keine Verpflichtung. Daher ist es mir persönlich wichtig, dass der Morgenkreis, das Geschichten erzählen zwar angeboten wird, aber alles selbstgewählt werden darf von den Kindern.

Die Begleiter sollten ein intuitives Gefühl haben, ob bei Streitigkeiten eingegriffen werden muss oder ob sich die Kinder das selber ausmachen können. Und bei ungelösten Konflikten erwarte ich mir emphatische Hilfestellung (auf beiden Seiten). Denn nur so kann mein Sohn lernen, wie man mit Auseinandersetzungen umgeht!

Offenes Konzept

Ich möchte kein starres Montessori, Freinet, Waldorf oder dergleichen Konzept – ich wünsche mir, ein offenes Konzept in jeglicher Hinsicht.

Als Elternteil möchte ich gerne gesehen werden. Gerne tausche ich mich mit anderen Eltern und den Kindergartenpädagogen- und Begleitern aus. Und ich freue mich auch wenn ich zum regelmäßigen Mitspielen oder gemeinsamen Kochen kommen darf.

Generell wünsche ich mir einen Kindergarten als Angebot und Bereicherung. Nicht als MUSS. Ich mach nicht gerne, was ich muss – ich will mich entscheiden und diese Entscheidungsfreiheit fördere und fordere ich auch bei meinem Sohn.

Und das Konzept muss so offen sein, dass sich mein Sohn in seinem eigenen Tempo entwickeln darf <3

Wenn Du also so einen Kindergarten kennst, in einem arbeitest oder sogar leitest, bitte schreibe mir, wo ich und andere bindungs- und beziehungsorientierte Eltern Euch finden können.

Falls Dein Kindergarten so einer werden will, gib mir bitte auch Bescheid – ich bin auf alle Fälle bereit, eine Umstrukturierung zu unterstützen und kann auch viele Anlaufstellen für Fortbildungen zum Thema Bedürfnisorientierung geben.

Ich freue mich über alle Antworten und Kommentare 🙂

PS: Wir sind aus Österreich 😉 Freue mich aber trotzdem über jegliche Informationen, wo es solche Kindergärten gibt? Denn ich möchte eine Übersicht mit „Bindungsorietierter Kindergärten“ auf meinem Blog veröffentlichen.

PPS: Wenn Dich Themen wie KinderMUT, FamilienSTARK und SelbstSEIN interessieren und Du wöchentliche Impulsübungen zu meinen Monatswörtern direkt in Dein Postfach willst, dann trage Dich hier gleich ein

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2017-02-15T16:58:51+00:00

20 Comments

  1. Carla 6. Februar 2017 at 15:32 - Reply

    Liebe Vivien,

    danke für diesen Artikel! Ich glaube auch, dass die Welt Mütter wie dich braucht, die wissen wie wichtig die emotionale Grundlage für jeden Menschen ist. Früh genug werden die Kleinen mit dem Druck und Leistungsgedanken unserer Zeit konfontiert. Aber mit den richtigen Vorbildern werden sie wachsen und mit einem gesundem Selbstvertrauen ins Leben und in Beziehungen gehen. Hier in Deutschland gibt es ja das Konzept der Waldkindergärten, wo die Kinder den ganzen Tag an der frischen Luft sind und einen natürlichen Umgang mit allem lernen. Davon hab ich ganz viel Positives gehört… vielleicht gibt es sowas auch bei euch?

    Viel Erfolg bei der Suche und liebe Grüße von Carla 🙂

    • Vivien Schulter 6. Februar 2017 at 16:09 - Reply

      Danke Carla für Deine lieben Worte und das Kommentar <3
      Ich höre und lese immer wieder, was bereits von den Kleinsten "erwartet" wird und da haben wir uns dagegen entschieden. Ja, so ein Waldkindergarten würde mir auch gefallen. Leider gibt es diese noch nicht flächendeckend. Aber wenn die Menschen erfahren, was uns Mama´s und Eltern wichtig ist, bin ich überzeugt, dass bindungs- und beziehungsorientierte Kindergärten bald mehr werden!

  2. Birgit 6. Februar 2017 at 17:28 - Reply

    Liebe Vivien!

    Bin froh dass ich meine Kinder in einem Kindergarten habe, der genau diese Punkte erfüllt, denn das war mir für uns auch sehr wichtig!
    (Waldkindergarten- Verein zur Förderung der Naturpädagogik in Oberösterreich!)

    Lg und Alles Gute
    Birgit

    • Vivien Schulter 6. Februar 2017 at 20:43 - Reply

      Wow Birgit, Euer Kindergarten klingt ja toll <3 Es gibt sie also, solche Kindergärten. Das macht mir Hoffnung und ich freue mich gerade echt, weil wir planen gerade eine Übersiedelung nach Oberösterreich. Vielleicht sollte ich ein Haus in der Gegend suchen 😉
      Vielen herzlichen Dank
      Vivien

  3. Myriam 6. Februar 2017 at 17:34 - Reply

    Ich weiß nicht, wie es in anderen Gegenden aussieht, aber in Berlin kann man auch initiativ eine Kita gründen. Wenn ich mich richtig erinnere, braucht es dafür engagierte Eltern von fünf Kindern zur Gründung eines Vereins.
    Einiges von deinen Vorstellungen hört sich ja sehr schön an, aber könnte mit gegebenen Rahmenbedingungen schwer umsetzbar sein. Bei einem Betreuungsschlüssel von 1:5 bis 1:10 (? variierend nach Alter und Region) ist es kompliziert, jedem Kind zu ermöglichen, genau das zu tun, worauf es gerade Lust hat. Mehr Personal hilft natürlich, ist aber teuer und die Betreuungsgelder sind knapp kalkuliert. Da können tatsächlich auch Eltern Lücken füllen. In der Kita (ein Elterninitiativladen) meiner Tochter werden Elterndienste gerne in Anspruch genommen, besonders wenn diese helfen, dass der wöchentliche Waldtag auch stattfinden kann wenn Erzieher krank sind. Wenn solche Dienste aber zur Pflicht werden, bekommen vollzeitbeschäftigte Eltern aber schnell Schwierigkeiten. In unserer Kita ist es kein Problem, wenn man beim Abholen nicht sofort mit dem eigenen Kind abhaut sondern noch ein bisschen spielt oder vorliest. Es wird aber nicht gerne gesehen, wenn Eltern kommen, gehen und bleiben wie sie wollen. Für das eigene Kind mag das ja schön sein, aber insgesamt bringt das sehr viel Unruhe in die Gruppe.
    Den Punkt der Eingewöhnung nach Bedarf erfüllt die Kita aber. Es wird sich am Berliner Konzept orientiert, aber berücksichtigt, wenn ein Kind mehr Zeit braucht. Es gibt einige Punkte der Tagesordnung, die fest sind. Nach den Mahlzeiten und dem Rausgehen bleibt auch nicht mehr sehr viel Zeit zur freien Gestaltung. Zum Schlafen oder Ausruhen wird kein Kind gezwungen, die Kinder, die nicht schlafen, entscheiden im Kinderrat, was sie am Nachmittag machen wollen.

    • Vivien Schulter 6. Februar 2017 at 21:41 - Reply

      Hallo Myriam – Danke für Dein Kommentar! Ja, solche Vereins Möglichkeiten bestehen auch bei uns in Österreich. Und die gibt es auch vereinzelt. Wenn ich einen solchen in meiner Umgebung finde, schließe ich mich sofort an. 🙂 Natürlich ist es nicht einfach umzusetzen, aber es geht. Ich träume wahrscheinlich von einer Zuckerwolke, wo alle Eltern so denken wie ich 😉 Glaubst Du, wenn alle Kinder die Elternteile der anderen Kinder kennen und die anwesend wären es unruhig wird? Ich stelle mir das alles sehr familiär vor. In einer Großstadt mag es nochmal was anderes sein? Nichtsdestotrotz, habe ich durch den Artikel wunderbare Geschichten über ganz tolle Kindergärten erfahren dürfen <3 Ich freue mich für jede Mama, jeden Papa und vor allem jedes Kind, wenn es die Möglichkeit hat in einen bindungsorientierten Kindergarten gehen zu können! Ich danke Dir für Dein Kommentar und Euren Einblick 🙂 Liebe Grüße

  4. Maike 7. Februar 2017 at 09:56 - Reply

    Hallo,
    ich lebe mit meiner Familie in Berlin und unsere Kita ist so, wie du es beschreibst, dass du es gerne hättest. Lustigerweise ist es eine sehr große Kita (120 Kinder) und da unser zweites Kind dorthin geht (die Große ist schon in der Schule), ist es bereits unser dritter Kindergarten. Bei meiner Großen wollte ich unbedingt eine kleine Kita mit familiärer Atmosphäre, aber die zwei Kitas, in die sie gegangen ist, scheiterten immer entweder am Personalmangel (großes Problem in Berlin, und bei kleinen Kitas fällt das viel mehr ins Gewicht) oder an den zwar sehr netten, aber irgendwie doch festgefahrenen ErzieherInnen. Keine dieser Kitas war wirklich schlimm und auch nicht bindungsfeindlich, aber in der Kita von meinem kleinen Sohn habe ich etwas kennengelernt, was ich so noch nicht kannte: Da gibt es eine ganz große Entspannung mit den Kindern. Sowohl in den Abläufen als auch mit den kleinen Persönlichkeiten. Der Blick aufs Kind ist immer der, dass mit dem Kind alles stimmt und man versucht, auf die Eigenheiten einzugehen. Es gibt außerdem so gut wie kein Programm, keine Ausflüge, keine Vorschule und erstaunlicherweise scheint das den Kindern sehr zu entsprechen. Es gibt ganz viel Platz und Bewegungselemente und wie gesagt, sehr entspanntes Personal. Die Eingewöhnungszeit war unbegrenzt flexibel (bei uns 8 Wochen), aber das war in den anderen Kitas auch so. Bei Entwicklungsgesprächen habe ich das Gefühl, dass mein Sohn wirklich gesehen wird (bei meiner Großen habe ich da manchmal ganz abstruse Sachen zu hören bekommen, die darauf hindeuteten, dass man mein Kind dort nicht wirklich wahrnahm und das war in einer sehr kleinen Elterninitiativkita), und bei Dingen wie Schlafen, Rausgehen, Essen, entscheiden die Kinder zu großen Teilen mit, es wird niemand überfahren. Das sind meine Erfahrungen. Viel Glück bei der Suche der richtigen Kita!

    • Vivien Schulter 7. Februar 2017 at 11:16 - Reply

      Hallo Maike! Danke für Deinen informativen Kommentar. Das hätte ich mir jetzt nicht gedacht, dass so große Kindergärten so einfühlsam auf die Kinder eingehen können. Freut mich sehr zu lesen 🙂 Da kommt sofort der Gedanke in mir auf, dass es immer mit den Menschen dahinter zu tun hat. Heißt, ich sollte meine Augen in alle Richtungen öffnen 😉 Vielen lieben Dank nochmal, Liebe Grüße

  5. Manuela 7. Februar 2017 at 14:12 - Reply

    Ich komme aus der Steiermark und habe mich auch auf die Suche nach so einem Kindergarten gemacht. In der Gegend hier war das aber vergeblich, deswegen werde ich meinen Sohn auch im letzten Kindergartenpflichtjahr zu Hause betreuen und ab Herbst eine Kreativgruppe für Kinder anbieten.
    Vom Waldkindergarten in Oberösterreich habe ich auch schon sehr Gutes gehört.

    • Vivien Schulter 7. Februar 2017 at 14:24 - Reply

      Hallo Manuela! Woher aus der Steiermark bist Du? Wir wohnen derzeit in Burgau und ich habe die selbe Erfahrung wie Du gemacht. Obwohl, ich schon einige Freilerner Familien hier kennen gelernt habe 🙂 Vielleicht magst Du Dich ja austauschen? Liebe Grüße & Danke für Dein Kommentar, Vivien

  6. Stephanie 7. Februar 2017 at 23:02 - Reply

    Hi Vivien,
    ich befürchte, all deine Erwartungen werden sich – leider – nicht realistisch umsetzen lassen. Das ist eine Kostenfrage und vermutlich auch in einer größeren Gruppe organisatorisch nicht möglich.
    Im kleineren Rahmen geht das vermutlich eher – hast du dir schon mal die Tagesmütter in eurer Umgebung abgeschaut? Das könnte doch was für euch sein?
    Hier in Klagenfurt ist die Kindergruppe duda gaaaanz toll! Das Kind steht eindeutig im Vordergrund, Eingewöhnung passiert bis die Kinder sich auch wirklich gewöhnt haben, kaum fixes Programm, empathisches Miteinander usw.
    Auch die CreaVita, Kinderhaus und Schule nach Montessori, geht gut in die Richtung.
    Ich hab mir das Kinderhaus für meinen Sohn abgeschaut, die beiden Leiterinnen und Gründerinnen sind authentisch, sympathisch und bemüht. Die Homepage wirkt zwar etwas steif finde ich, der Infoabend war aber das ganze Gegenteil und hat mich überzeugt. So weit ist das ja von euch nicht – vielleicht kommst du zum nächsten Infoabend? 😉

    • Vivien Schulter 8. Februar 2017 at 06:54 - Reply

      Hallo Stephanie! Danke für Deinen Kommentar 🙂 Ich hab so tolle Mails erhalten von großen & kleinen wundervollen Kindergärten. Ich bin immer noch ganz überrascht, dass es doch „so viele“ gibt. Das gibt mir Hoffnung und macht mich glücklich für die Kinder und deren Eltern. Ja, Tagesmutter hab ich auch schon überlegt, aber noch nichts gefunden. Das CreaVita sieht ja interessant aus, aber doch ein Stück zu weit von mir 😉 Vielen Dank, Liebe Grüße

  7. Karin 20. Februar 2017 at 14:14 - Reply

    Hallo liebe vivien!
    Wir haben uns auch schon informiert. Es gibt sogar in munderfing und in neumarkt einen waldkindergarten! Ja in neumarkt am wallersee 🙂 von einer lieben freundin hab ich von der lais schule gehört, klingt auch sehr interessant! Die haben sogar eine kindergruppe 3-6 j in neumarkt und hof!
    Ich denke auch, dass wenn man das richtige für sich sucht auch findet!
    Danke dür deinen blog 🙂
    Ganz liebe grüsse aus irrsdorf 🙂

    • Vivien-Admin 20. Februar 2017 at 16:40 - Reply

      Hallo liebe Karin! Kennen wir uns? Ich hab bis vor 1,5 Jahren in Irrsdorf gelebt 😉 Ich kenne den Waldkindergarten aus Neumarkt. Neumarkt und der Flachgau sind überhaupt sehr interessant in bindungs- und beziehungsorientierter „Erziehung“. Gerne kann ich Dir meine Kontakte geben, schreibe mir eine Nachricht, falls Du Interesse hast? Ganz liebe Grüße aus der Steiermark, Vivien

  8. Avaganza 29. März 2017 at 17:18 - Reply

    Liebe Vivien,
    ich gratuliere dir zu deinem tollen Blog und deiner Website. Eine schöne Geschichte, die du hier erzählst und die sicherlich vielen Frauen Mut macht.
    bezüglich dem „Beziehungsorientierten Kindergarten“ – genau einen solchen habe ich für meine Kinder auch gesucht … es war schwierig und aufgrund Umzug nach NÖ und mangelnden Plätzen hat es gedauert bis meine beiden Kleinen im letzten Jahr in genau einem solchen (wie du ihn beschreibst) Kindergarten gelandet sind. Ich habe lange nach diesem Kindergarten gesucht und ich bin sehr froh in gefunden zu haben <3! Das ist einfach so wichtig für die Kleinen, dass sie in den ersten Jahren genau diesen Umgang erleben.
    Ich schaue sicher wieder auf deiner Seite vorbei!
    Alles Liebe
    Verena

  9. Veronika 12. Mai 2017 at 00:44 - Reply

    Liebe Vivian, ich bin hute über deine Seite gestolpert- und bin von vielem sehr berührt…schau dir mal unsere website an: http://www.waldkinder-libella.at. Wir sind eine Walldkindergruppe und Waldlerngruppe 45 min von Wien entfernt- und all dies von dir beschriebene ist auch uns ein Herzensanliegen….;-) Danke für deine Worte und deine Impulse – es tut gut dies von jemand anderem so klar zu lesen- gratuliere auch zu deiner Website- sehr ansprechend und wunderschön und gratuliere zu deiner Arbeit! Alles Liebe Veronika

    • Vivien-Admin 17. Mai 2017 at 20:58 - Reply

      Veronika, ich bin begeistert von den Waldkindern Libella <3 Genauso stelle ich mir das vor! Könnt ihr bitte in die Oststeiermark expandieren? 🙂 Ich hab Dir gerade ein PN über Facebook geschickt. Ganz liebe Grüße, Vivien

    • Vivien-Admin 17. Mai 2017 at 21:00 - Reply

      Veronika, ich bin begeistert von Eurem Verein <3 Könnt Ihr bitte in die Oststeirmark expandieren? 🙂 Ich hab Dir eine PN über Facebook geschrieben. Ganz liebe Grüße, Vivien

  10. Sabine 2. Juni 2017 at 13:59 - Reply

    Liebe Vivien,

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Ich bin selbst mittlerweile recht verzweifelt auf der Suche nach einem Kindergarten der genau diese Kriterien erfüllt und das ist leider in der Gänserndorfer Region gar nicht so einfach. Hast du vielleicht schon Feedback erhalten von verschiedensten Kindergärten die du mit uns teilen könntest?

    Herzliche Grüße von einer bindungsorientierten 2-Fach Mami

    • Vivien-Admin 5. Juni 2017 at 12:54 - Reply

      Hallo liebe Sabine, Danke für Dein Feedback 🙂 Leider sind diese Art von Kindergarten noch sehr vereinzelt. Ich bin auf zwei aktuelle Seiten aufmerksam geworden (Netzwerk Freier Schulen – http://www.unsereschulen.at | Plattform Freie Schulen – http://www.plattformfreieschulen.at) Vielleicht findest Du was in Eurer Nähe. Wir sind leider von allen zu weit weg. Ganz liebe herzengrüße zurück, Vivien <3

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