6 Gründe, warum es großartig ist eine Rabenmutter zu sein

Dieser Artikel erscheint im Rahmen der Blogparade „Und täglich grüßt die Rabenmutter“ von Marianne Rott, der Mama- und Kindflüsterin.

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Hallo, mein Name ist Vivien und ich bin die Rabenmutter unseres 4-jährigen Sohnes Mailo.

Unser Sohn wird fürsorglich von Rabenmutter & Rabenvater versorgt. Wir kümmern uns ums Essen, das Dach über dem Kopf, ja sogar Kleidung und Spielsachen hat das „Vögelchen“. Ansonsten darf unser „Vögelchen“ ganz viel selbst bestimmen!

Fernsehen, Zähneputzen, Süßigkeiten, Zubettgehen, etc…

Also ganz viele Gründe, warum wir (vielleicht) als Rabeneltern bezeichnet werden könnten.

Mit diesem Artikel möchte ich Dir 6 Gründe (es gibt eine Menge mehr) nennen, warum es großartig ist Rabenmutter, Rabenvater und Rabeneltern zu sein!

# 1 – Als Rabenmutter darf ich authentisch sein

Wie ich finde, darf ich als Rabenmutter viel authentischer sein, als alle perfekten Eltern zusammen!

Damit meine ich, ich darf offiziell streiten, schreien, weinen und toben. Bedingungslos Lieben, kindisch sein und laut lachen.

Den neben meinem Dasein als (Raben)Mutter bin ich noch Frau, Ehefrau, Freundin, Nachbarin, Vereinsgründerin, Kundin und und und. Das ist, wie Du wahrscheinlich selber kennst, mit vielen Höhen, aber auch manchmal mit Herausforderungen verbunden.

Das Leben ist bunt und in all den unterschiedlichen Bereichen des Mensch-SEINS habe ich Gefühle – die gelebt werden wollen und sollen.

Als Rabenmutter darf ich eben all das Fühlen und mein Sohn lernt obendrein, wie man mit Gefühlen umgehen kann oder eben nicht.

Alleine diese Erkenntnis finde ich so großartig, dass ich fast schon ein bisschen stolz bin, eine Rabenmutter zu sein!

# 2 – Als Rabenmutter darf ich mir Auszeiten gönnen

Auszeiten mit unserem Sohn sind abenteuerlich und fantastisch. Auszeiten ohne unseren Sohn sind entspannend und mitunter auch romantisch 😉 Wie ich finde, ist das nicht nur für die Eltern-Kind-Beziehung fördernd, sondern auch für die Paarbeziehung.

Einmal monatlich plane ich bewusst so eine „Rabeneltern-Auszeit“ ein – da wird dann stundenlang gequatscht oder gekuschelt.

Und nicht zu vergessen, die ME-Time – Zeit nur für MICH! Da gehe ich dann OHNE SCHLECHTEN GEWISSENS in die Sauna, treffe mich mit Freunden oder sitz in meiner herrlich großen Badewanne (mit verschlossener Tür, versteht sich 😉)

# 3 – Als Rabenmutter darf ich unperfekt sein

Meine Schwiegereltern pflegen immer zu sagen: „Vivien, wenn du gleich alles wegräumst, dann hast Du nie einen Saustall und alles schaut perfekt aus!“

Hiermit erkläre ich unser Zuhause zu einem chaotischen Saustall 😊 Spielzeug liegt in jedem Zimmer, meine Autoschlüssel finde ich selten und was ich zum Essen koche, weiß ich nur, wenn ich rechtzeitig einen Speiseplan schreibe… Manchmal gibt es nicht mal ein „richtiges“ Mittag- oder Abendessen, sondern Tiefkühlpizza und Palatschinken!

Ganz zu schweigen von Kuchen oder Torten backen – ich kann es nicht und will es auch nicht lernen! Es liegt ganz schlicht nicht in meinem Interessensgebiet (obwohl ich sie gerne esse).

# 4 – Als Rabenmutter darf ich NEIN sagen

Playmobil oder Lego spielen ist überhaupt nicht mein Ding. Ich mag mich nicht hinsetzen und eine gefühlte Ewigkeit Szenen von der Feuerwehr, Polizei oder Ritter nachspielen. Ich lese stattdessen lieber ein Buch. Furchtbar – ich weiß!

# 5 – Als Rabenmutter darf ich fluchen

Rabeneltern haben das „Glück“, dass keiner überrascht ist, wenn Wörter wie „scheiße“, „fuck“ oder ähnliches laut ausgesprochen wird. Ohnehin glaubt der Durchschnitt der „perfekten“ Mütter und Eltern, dass wir uns nicht über unsere Kinder kümmern.

Obwohl ich eine absolute Optimistin bin, ist das Leben auch wirklich manchmal scheiße. Besonders beim Autofahren 😉 Und da wird dann auch geflucht – neben meinem 4-jährigen Sohn.

Ich trage mein Herz auf der Zunge und das möchte ich auch nicht ändern!

# 6 – Als Rabenmutter lebe ich freier

Mein letzter Grund, ist wahrscheinlich mein persönlich erster Grund.

Ich lebe freier – weil ich nicht perfekt sein muss! Vieles, worüber sich andere Eltern Gedanken machen, darüber denke ich nicht mal nach. Mir ist es viel wichtiger, dass ich neben dem Mutter sein auch noch meine anderen Teile des SEINS (siehe Punkt #1) leben kann.

Ich möchte nicht meine Art für mein Kind verändern, ich möchte so sein wie ich BIN – mit all meinen Höhen und Tiefen, Launen und Nicht-Launen, Schwächen und Stärken. Mein Kind liebt mich – bedingungslos, wie ich es LIEBE ♥ (Außerdem will ich Spaß haben am Mutter- und Eltern sein.)

Das und wahrscheinlich noch vieles mehr lässt mich in manchen Augen als Rabenmutter aussehen. Aber seien wir ehrlich – sind wir nicht alle ein bisschen Rabenmutter?

Verstehst Du, warum ich es großartig finde, eine Rabenmutter zu sein?

In der perfekten Gesellschaft, in der anscheinend ja so viele leben wollen, haben wir „Rabenmütter“ es ganz einfach leichter 😊

Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert – Wilhelm Busch

In diesem Sinne, wünsche ich Dir eine ungenierte Zeit 😊 und viel Inspiration von der nächsten Rabenmutter, Petra Smarsch.

Möchtest Du vielleicht mehr Artikel zum Thema „Rabenmütter“ lesen? Dann schau mal bei der Blogparade von Marianne vorbei, Katja Kohlstedt hat einen Artikel vor mir geschrieben.

Freue mich, wenn Du mir Deine Ansicht im Kommentarfeld hinterlässt 🙂

2018-06-11T19:51:12+00:00

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